VW Bulli-Parade im TECHNIK MUSEUM SPEYER

 

Sonderausstellung des beliebten VW Transporters
vom 1. Februar bis 12. Mai 2008

 

 

Die einen sprachen liebevoll von ihrem Bulli, für die anderen war er der VW Transporter oder, mit Sitzen statt Ladefläche, der VW Bus. Seine Einsatzmöglichkeiten waren so vielfältig wie die Menschen, die er bewegte. Er transportierte Hausrat, Bauarbeiter, Handwerkerutensilien, Polizisten, Campingfreunde und, nicht zuletzt, die Blumenkinder nach Woodstock.

 

VW Bulli-Parade: unter diesem Motto eröffnet das Technik Museum Speyer in Zusammenarbeit mit dem AutoMuseum Volkswagen am 1. Februar 2008 eine neue Sonderausstellung rund um Deutschlands bekanntesten Kleinbus. Mit 14 ausgestellten VW Bullis zeigt das Technik Museum Speyer, vom Prototyp aus dem Jahr 1949 bis hin zur Luxus Großraumlimousine aus dem Jahr 1979, ein breites Spektrum aus 30 Jahren Volkswagen Transporter.

 

Die Geschichte des VW Bulli beginnt 1946 mit der Konstruktion des Plattenwagens, einem einfachen Gefährt auf Käferbasis. Dieses Fahrzeug entstand ursprünglich aus der Not heraus und diente zuerst als internes provisorisches Logistikfahrzeug, bevor es seinen Weg in die Entwicklung und somit auch auf Deutschlands Straßen fand. Dieser Prototyp war der Ideengeber für den Volkswagen Transporter den der Niederländer Ben Pon skizzierte. Nach seiner Markteinführung im Frühjahr 1950 schuf Volkswagen eine eigene Fahrzeugklasse, die auch heute noch in diesem Marktsegment von VW dominiert wird. Der VW Bulli erfreute sich schnell einer großen Beliebtheit. Ob Handwerker, Hotels, Polizei oder Campingfreunde - der VW Bulli wurde überall eingesetzt.

 

Dieser Sinalco-Transporter lief als grundierter Kastenwagen am 11. Juli 1950 vom Wolfsburger Produktionsband und wurde am folgenden Tag an die Firma Hartl in Regensburg ausgeliefert. Es ist einer der weltweit ältesten Volkswagen-Transporter aus der Serienproduktion, die bis heute überlebt haben.

 

Erste Überlegungen zu einem Volkswagen Transporter mit Allradantrieb gehen auf das Jahr 1971 zurück. Die Erprobung eines ersten Prototyps erfolgte um die Jahreswende 1975/76 in der algerischen Sahara und brachte so gute Ergebnisse, daß eine Weiterverfolgung dieses Projekts angeraten schien. So entstanden 1978 weitere fünf vierradgetriebene Prototypen unter der Leitung des damaligen Chefs der Transporter-Entwicklung, Gustav Mayer.

 

Seine Eigenschaften: einfach aufgebaut, leicht zu reparieren, wirtschaftlich und robust, - trugen zur Verbreitung des Kleintransporters maßgeblich bei. Aufgrund seiner Zweckmäßigkeit und seines konkurrenzlosen Stehvermögens wurde der Bus zu einem unverzichtbaren Transporthelfer aller Art. Er war als Personenbeförderungsmittel genauso beliebt wie für den Lastentransport. Volkswagen ging schnell auf die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Kundschaft ein. So entstanden schon früh die ersten Varianten des Bullis wie zum Beispiel der Pritschenwagen, das Campingmobil von Westfalia, eine Feuerwehr- und Polizeiversion, sowie das luxuriöse Achtsitzer-Sondermodell, das im Volksmund auch Sambabus genannt wurde.

 

 Familienausflug im Sambabus

 

Bei allem Ideenreichtum hatten die Fahrzeuge jedoch eine Gemeinsamkeit - der im Heck angeordnete, luftgekühlte Boxermotor. In Südamerika wurde der luftgekühlte VW-Bus wegen der großen Nachfrage noch bis 2005 gebaut. Aus dem unscheinbaren Kastenwagen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein eigener Mythos unter dem Motto: mit dem Bulli um die Welt; entwickelt.

 

Auf der IAA 1979 zeigte die Volkwagenwerk AG in Frankfurt diese Styling-Studie auf Basis des Transporters der dritten Generation: den Traveller Jet. Dabei handelt es sich um einen Bus der Extraklasse: Er verfügt über eine Klimaanlage, Fernsehempfang, Einzelsitze in Leder, sowie getönte Scheiben im Fondbereich.

 

Die Sonderausstellung VW Bulli-Parade zeigt 14 außergewöhnliche Exponate aus 30 Jahren Kleintransportergeschichte und ist vom 1. Februar 2008 bis  12. Mai 2008 täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Technik Museum Speyer zu sehen.

 

 

 

© reflektion.info      Foto und Text: Technik Museum speyer
Download nur zum nicht-kommerziellen Gebrauch

 

 

PS 14. Januar 2008

 

 

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