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Großbrand beim DB-Museum Nürnberg
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Ein Großbrand hat in einer Außenstelle des Nürnberger Verkehrsmuseums in der Nacht zum 18.10.2005 wertvolle Museumsfahrzeuge zerstört. Nach Polizeiangaben brach der Brand in einem Lokschuppen aus, in dem die Deutsche Bahn AG Ausstellungsstücke ihres Museums untergebracht hat. Insgesamt sind 24 historische Loks und Wagen Opfer der Flammen geworden.
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Das Feuer war am Montagabend gegen 20 Uhr ausgebrochen und hatte sich nach Berichten von Feuerwehrleuten schnell auf die gesamte 1500 Quadratmeter große Halle ausgedehnt. Zusätzliche Nahrung hatten die Flammen durch Schmierstoffe und den in einigen Tanks enthaltenen Dieselkraftstoff erhalten. Eine Diesel-Lok ist teilweise explodiert.
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An dem Feuerwahreinsatz waren 200 Feuerwehrleute beteiligt. Ihr Einsatz wurde durch Hitze und Gasflaschen-Explosionen, die Trümmerteile in die Umgebung schleuderten, erschwert. Der Bahnverkehr zwischen Nürnberg und Erlangen sowie Nürnberg und Würzburg war für rund dreiundeinhalb Stunden bis kurz vor Mitternacht unterbrochen. Auf Grund der starken Rauchentwicklung sperrte die Polizei Teile des am Brandort vorbeiführenden Frankenschnellwegs.
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In dem ausgebrannten Lokschuppen waren nach Angaben der Museumsleitung vor allem Loks und Wagen untergebracht, für die in den Hallen des rund vier Kilometer entfernten DB-Museums kein Platz vorhanden war. Ein Fünftel der Lok- und Wagensammlung des DB-Museums ist zerstört. Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Geschätzter Schaden: 20 bis 40 Millionen Euro. Der historische, ideelle Wert ist nicht zu beziffern.
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Erst am 19.10.2005 können die Brandermittler ihre Arbeit aufnehmen, da für den bereits teilweise eingestürzten Gebäudekomplex weiterhin Einsturzgefahr besteht.
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Am 17.10.2005 wurden am Dach des Gebäudes Dachdeckerarbeiten vorgenommen, in deren Verlauf neue Dachpappbahnen aufgezogen wurden und mit flammenerwärmtem Bitumen verklebt und abgedichtet wurden. Ob ein Zusammenhang dieser Arbeiten mit dem später entdecktem Feuer besteht, wird von den Brandermittlern ermittelt werden. Auch Bahnchef Hartmut Mehdorn sprach von einem schwerwiegenden Verlust für die Bahn.
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Zu den ausgebrannten Exponaten gehört beispielsweise ein originalgetreuer Nachbau des “Adlers” aus dem Jahr 1935, der ersten funktionstüchtigen Lokomotive Deutschlands. Der Original-Adler war die Zuglok, als am 7. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth die erste offizielle Eisenbahnfahrt in Deutschland stattfand. Das Museum besitzt jetzt nur noch einen nicht betriebsfähigen Nachbau aus den Fünfziger Jahren. Der Nachbau befindet sich in dem eigentlichen Museum in der Innenstadt von Nürnberg, das nicht von dem Brand betroffen war.
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Die von der Bundesbahn beschaffte Dampflok den Baureihe 23 aus dem Jahr 1959 fiel auch den Flammen zum Opfer. Der Verlust dieser Lok wiegt schwer, weil jetzt kein Exemplar dieser Nachkriegsbaureihe mehr erhalten werden kann.
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Weitere den Flammen zum Opfer gefallene Loks sind die Güterzugdampflok 45 010 von 1941, sechs Dieselloks, darunter auch eine V 200, drei Eloks, und ein Berliner U-Bahn-Triebwagen von 1913 sowie 10 Waggons
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alle Bilder: br
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Foto: DB AG / ots
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Nach dem Feuer im Fahrzeugdepot beschließt der DB-Vorstand den Wiederaufbau der historischen Lokomotive Der fahrbereite Nachbau des “Adler", der bei dem Brand des Fahrzeugdepots in einer Außenstelle des Nürnberger Verkehrsmuseums in der Nacht zum 18.10.2005 zerstört wurde, wird wieder fahren. Der Vorstand der Deutschen Bahn AG hat beschlossen, den Adler-Nachbau im Rahmen der Lehrlingsausbildung in den vorhandenen Spezialwerkstätten originalgetreu wieder aufzubauen Die Voraussetzungen sind günstig, weil die Pläne der zerstörten Lokomotive und der vier Wagen im DB Museum archiviert sind. Der Wiederaufbau im Spezialwerk Meiningen (Thüringen) soll bis zum Jahr 2010 abgeschlossen sein, damit der “Adler" spätestens zum 175-jährigen Jubiläum der ersten Eisenbahn in Deutschland wieder einsatzbereit ist. Das Original des “Adler" eröffnete das Eisenbahnzeitalter in Deutschland im Jahr 1835 auf der Strecke Nürnberg-Fürth.
Im Nürnberger DB Museum wurde Ende Oktober eine neue Ausstellung zur Geschichte der Eisenbahn im 19. Jahrhundert eröffnet. Dort ist neben vielen anderen Exponaten ein Originalwagen aus dem Adlerzug zubesichtigen weiter....
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Polizeibericht vom 20. Oktober 2005 Die Kriminalpolizei Nürnberg führt mit Unterstützung eines Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes die Brandursachenforschung durch. Zum jetzigen Zeitpunkt steht folgendes fest: Auf Grund des hohen Zerstörungsgrades des Lokschuppens und der eingestellten Fahrzeuge und des homogenen Brandspurenbildes (Vollbrand) läßt sich die Brandausbruchsstelle nicht mehr eingrenzen. Somit kann objektiv keine Aussage zur Brandursache getroffen werden. Die Ermittler werden nun versuchen, durch Zeugenvernehmungen die Hintergründe zu erforschen. Alle Mitarbeiter, die sich am Brandtag auf dem DB-Gelände aufgehalten haben, sollen befragt werden. Ob die Dacharbeiten, die noch Stunden vor der Brandentdeckung ausgeführt wurden -es wurden mit offener Flamme Bitumenbahnen verschweißt- ursächlich für den Brandausbruch waren, läßt sich im Moment nicht sagen. Auf Anraten des Firmenanwaltes der Dachdeckerfirma machten die Arbeiter bisher keine Angaben bei der Polizei. Der von der Polizei sichergestellte Brandort wurde inzwischen wieder freigegeben.
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