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VW-Käfer feiert sechzigjähriges Jubiläum
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Vor sechzig Jahren, am 27. Dezember 1945, startete das Volkswagenwerk mit der Serienproduktion des Volkswagen, der als VW Käfer Weltkarriere machte. Sechstausend VW-Beschäftigte stellten in der Nachkriegszeit unter schwierigsten Bedingungen die Produktion des späteren Kultautos sicher.
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Käferwerbung 1952: Standard-(grün) und Export-Modell (gold)
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Das erste Heck von vielen: das Brezelfenster
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Die Geschichte des Käfers begann allerdings schon im Januar des Jahres 1934. Der Konstrukteur, Ferdinand Porsche, wollte ein Auto konzipieren, dass als vollwertiges Gebrauchsfahrzeug für jedermann erschwinglich und einfach zu handhaben sein sollte. 1938 war das Fahrzeug serienreif.
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Kraft durch Freude: KdF 1938 |
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Die Wolfsburger Autofabrik konnte mit der Produktion des KdF -so der damalige Name des Autos- beginnen. Ein Jornalist der New York Times bezeichnete das Auto 1938 wegen seiner kugeligen Form als "shiny little beetle": glänzender kleiner Käfer. So kam das Automobil zu seinem Spitznamen. Für Ferdinand Porsche stand die Mobilisierung der Zivilbevölkerung bei diesem Projekt im Vordergrund. Das damalige NS-Regime nutzte allerdings den Volkswagen für seine Propaganda und hatte in erster Linie die Mobilisierung des Militärs im Sinn. Daher waren bis zum Ende des zweiten Weltkrieges nur 630 Volkswagen gebaut worden.
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Export-Modell: Die Bezeichnung steht nicht für den Export, sondern für bessere Ausstattung
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Zweispeichenlenkrad mit verchromtem Hupring, runder Tacho - eckige Benzinuhr und die legendäre Blumenvase
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Nach Kriegsende übten britische Offiziere im Auftrag der Alliierten die Treuhänderschaft über die Wolfsburger Autofabrik aus. Den ersten Auftrag erhielt das Wolfsburger Werk von der Militärregierung schon im August 1945. Es sollten 20.000 Autos gebaut werden. Zusätzlich wurden 500 Sonderfahrzeuge mit Anhänger für die Post und 200 Anhänger für die Alliierten bestellt. Die Lieferung sollte bis Juli 1946 erfolgen. Unter schwierigsten Bedingungen nahmen die rund 6.000 VW-Beschäftigten im Jahr 1945 die Produktion des späteren Kultautos Käfer auf. Improvisationstalent und harte Arbeit waren nötig, um diesen Auftrag bewältigen zu können. Es mangelte an allen Ecken und Enden; man kann es sich heute nicht mehr vorstellen.
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 Standard-Modell 1953-1957 - noch mit Kennzeichen der alliierten Besatzungsmächte
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Im Jahr 1946 waren es bereits 10.202 Fahrzeuge, die das Werk verließen. Das Auto war zuverlässig und robust. Und genau das machte seinen Erfolg aus. Tatsächlich lief dann am 27. Dezember 1945 der erste Nachkriegs-Volkswagen vom Band. Bis zum Ende des Jahres folgten noch weitere 55 der buckligen Autos. Damals ahnte noch niemand, welch grandiosen Siegeszug der Käfer weltweit antreten würde.
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 Einer der letzten Käfer mit 6-Volt-Bordnetz: Export-Modell mit modischen Weißwandreifen
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Im August 1947 durfte die Wolfsburger Autofabrik erstmals auch Autos exportieren. Ermöglicht hatte dies die britische Militärregierung. Die ersten fünf Autos wurden nach Hollland geliefert. Nach der Währungereform 1948 wurde der Käfer zum Symbol des Wirtschaftswunders in Deutschland.
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Käferexport nach Skandinavien: mit dem Kümo über die Ostsee |
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VW 1302 ab Baujahr 1972 |
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Ur-Boxermotor im Heck: 1192 ccm - 30 PS - 112 Km/h |
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1955 verließ der einmillionste Käfer das Werk in Wolfsburg. Bis Mitte der fünfziger Jahre wurde die Produktion enorm gesteigert, so dass mehr als 1.000 Modelle täglich gebaut werden konnten. Auch die technischen Daten hatten sich etwas verändert. Der luftgekühlte Boxermotor hatte jetzt 1192 ccm Hubraum und eine Leistung von 30 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 112 km/h.
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1302 LS (Modell 1974) in Norwegen: als Extras Lampenschirme, seitliche Blinker und in Wagenfarbe lackierte Felgen
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Wegen des großen Erfolgs des Käfer vergaß Volkswagen die Entwicklung eines Nachfolgemodells. Daraus resultierte die erste Krise, die das Unternehmen überstehen mußte. Ab 2. Januar 1967 mußte VW wegen mangelnder Nachfrage einige Wochen kurzarbeiten.
1974 endete die Produktion des Käfer. Bis dahin waren mehr als 21,5 Millionen Stück gebaut. 1978 wurde in Emden der letzte Käfer Europas verabschiedet. Das endgültige "Aus" war schließlich am 30. Juli 2003 um genau 9.05 Uhr. Im mexikanischen Autowerk in Puebla rollte mit Blumen geschmückt und Musikbegleitung ein himmelblaues Modell vom Band - der letzte von mehr als 21.529.480 gebauten VW Käfern.
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 Treffsichere Werbung hat den Käfer zeitlebens begleitet
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29.12.05 PS
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